Dienstag, 9. Januar 2007

Gemeinnützige Arbeit

2002_spoe_studiengebuehr

Bei den Studiengebühren werde es einen "vielleicht für viele undogmatischen Weg" geben, meinte der SPÖ-Chef. Demnach sollen Stipendien und Studienkredite ausgebaut werden.

Außerdem soll die Gebühr von 363 Euro pro Semester all jenen Studenten erlassen werden, die gemeinnützige Arbeit leisten, beispielsweise bei der Unterstützung von sozial bedürftigen Schülern und in der Hospizbewegung.(Quelle: orf.at)

Hier meine Gedanken dazu:

1."undogmatischer Weg" bei einer solch wichtigen Regelung, kann nichts Gutes bedeuten. Hier braucht es klare und verständliche Regeln und damit hat sich’s!

2. Die gemeinnützige Arbeit: Jeder der mich kennt, weiß dass ich bereit bin einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.
ABER: gemeinnützige Arbeit vorzuschlagen, um die Studiengebühren "abzuarbeiten" ist in mehrerlei Hinsicht problematisch und gefährlich!

+ Hier wird wiedermal von der Politik das Bild eines sich langweilenden und faulen Studenten vermittelt. Studieren heißt auch arbeiten! Wenn du nicht zahlen willst, dann geh halt "sozialarbeiten". Du hast eh Zeit genug, du Student--> Eben nicht!

+ Wie soll diese "arbeit" konkret aussehen? Der Sozialnotstand (der nicht zu leugnen ist, siehe Altenpflege) den die Regierungen zu verantworten haben, kann und soll nicht auf die Studentenschaft gewälzt werden! Wie motiviert und wie qualifiziert können/werden diese Arbeiten ausgeführt werden?

+ 324 € in 60 Arbeitsstunden "abarbeiten", macht einen Stundenlohn von 5,4€ aus. Vielen Dank! weiterer Kommentar überflüssig.

+ Für Studierende, die jetzt schon arbeiten müssen um ihr Studium zu finanzieren, werden keine Zeit haben 60 weitere Stunden "gratis" zu arbeiten!

Alles in Allem ist diese Regelung für vernünftig denkende Menschen nicht annehmbar!


In diesem Sinne: Die Wahlversprechen sind am Tag nach der Wahl nicht mal mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind!

Und ich schreibe all dies, obwohl ich prinzipiell ein Befürworter der Studiengebühren bin: Keine Studiengebühren in der Mindesstudienzeit und danach für alle gleich viel (zinsgünstige Darlehen)!

gusenbauer_01
Nicht umsonst.... GRUSELBAUER
mischelle arielle (Gast) - 11. Jan, 19:54

wer hat uns verraten?

bei diesem eigenartigen system, dass die spö hier einführen will, verbessert sich überhaupt nichts im gegensatz zum blau-schwar-orangen modell. denn studentInnen durch arbeit entlasten zu wollen, ist dann doch ein bisschen ein eigenartiger ansatz. das system ist selektiv, weil sich studierende, die es sich leisten können, weiterhin nicht zu arbeiten brauchen. Für Studierende mit Kind, oder solche, die schon bisher neben dem Studium lohnarbeiten müssen, kommt diese "Alternative" auch nicht in Frage. Studierende werden als billige arbeitskräfte eingesetzt, sie sollen sich für 6 euro in der Stunde die Studiengebühren zurückarbeiten.
ich bin weiterhin für eine vollständige, bedingungslose abschaffung der studiengebühren, ohne irgendwelche einschränkungen für "bummelstudentInnen" und "rabaukInnen", sondern es soll wieder einen freien bildungszugang für alle geben.
in diesem Sinne: "erst freie Bildung, dann freie Straßen"

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